Sollen nur noch Blinde für Haushaltslöcher herhalten?


Erneute Mahnwache vor dem Landtag

Magdeburg. Der Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt e.V. hat erneut Mitglieder aus Magdeburg und dem Umland zu einer Mahnwache anlässlich der Landtagssitzung am Mittwoch, den 10.07.2013 aufgerufen, um gegen die von der Landesregierung betriebene Kürzung des Blinden- und Gehörlosengeldes zu protestieren.

„Nach Protesten ist die Landesregierung im Bereich der Hochschulen und der Kultur bei ihren Sparplänen inzwischen teilweise zurück gerudert“, erklärt die Vorsitzende des Blinden- und Sehbehinderten-Verbandes,
Christel Pildner. „Es sieht so aus, als würden nun vor allem die blinden Menschen in Sachsen-Anhalt Hauptopfer der unsozialen und unausgewogenen Sparpolitik von Haseloff und Bullerjahn werden!“
Sie erinnert daran, dass sich die blinden Sachsen-Anhalter bereits vor 10 Jahren mit genau denselben Begründungen wie heute eine drastische Blindengeldkürzung gefallen lassen mussten. Gespart wurde dann in Sachsen-Anhalt trotzdem nicht.

Der Verband informiert die Blinden in einem offenen Brief über die Sachlage, da viele Betroffene, meist im fortgeschrittenen Rentenalter, offenbar noch nicht ausreichend über die drohende Kürzung und damit bevorstehende Verschlechterung ihrer Lebenslage informiert sind.

Zu einer landesweiten Protestkundgebung will der Verband für Anfang September aufrufen.

Die Mahnwache soll in der Zeit von 09.00 bis 10.00 Uhr unmittelbar vor dem Landtag auf dem Magdeburger Domplatz stattfinden.


Nähere Informationen:
Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt e. V.
39128 Magdeburg
Hanns-Eisler-Platz 5
Tel. 0391 / 2896239
E-Mail: info(at)bsvsa.org
Internet: http://www.bsvsa.org oder
www.blindengeld-sachsen-anhalt.de

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