Hilfsmittelausstellung am 19.3.2011 beim Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt in Magdeburg

Eingeschränkte Sehkraft - Mehr Lebensqualität für Sehbehinderte

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es 124 Millionen sehbehinderte Menschen weltweit, deren Augenmuskeln täglich keine Höchstleistungen mehr vollbringen können. Ursachen dafür sind häufig Augenkrankheiten. Allein am so genannten Grünen Star erkranken nach Angaben des Initiativkreises zur Glaukomfrüherkennung bundesweit pro Jahr rund 800.000 Menschen. Für viele Betroffene reicht die herkömmliche Lesebrille nicht mehr aus, um uneingeschränkt am täglichen Leben teilhaben zu können. Ihre Sehschärfe ist nachhaltig reduziert - nicht nur auf die geliebte Lektüre eines guten Buches an schönen Frühlingstagen muss dann notgedrungen verzichtet werden. Der Blinden- und Sehbehinderten-Verband in Magdeburg informiert bei einer Hilfsmittelausstellung über Praktische Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen.

Helfende Lesegeräte

Mit modernen Bildschirmlesegeräten und elektronischen Lupen ist selbst Kleingedrucktes für Sehbehinderte mühelos zu entziffern. Die Hilfsgeräte nehmen Schriftstücke und Gegenstände mit einer Kamera auf und stellen sie stark vergrößert auf einem benutzerfreundlichen Flachbildschirm dar. Per Knopfdruck lassen sich Kontrast, Helligkeit und Größe der Abbildung auf die individuellen Bedürfnisse abstimmen. Mit dem stationären Bildschirmlesegerät werden Betroffene bei großen Zeitungen und Büchern sogar in der Zeilenführung unterstützt – so macht Lesen wieder Spaß. Zwischen dem Kameramodul und der Auflage ist ausreichend Platz für die Hände zum Schreiben von Briefen vorhanden. Ergänzend zu den stationären Helfern existieren elektronische Lupen, die wie normale Optische Lupen Textvorlagen vergrößern. Zusätzlich können diese mobilen Helfer verschiedene Vergrößerungsstufen und Farbdarstellungen erzeugen. Für die blinden Endanwender existieren Braillezeilen und Blindenorganizer, die den Alltag erleichtern und den Zugang zu PCs und Macs über eine Screenreader-Software ermöglichen. Surfen im Internet oder die Bedienung eines iPhones ist für Blinde mit den passenden Hilfsmitteln gar kein Problem.

Bei der Hilfsmittelausstellung am 19.3.2011 von 10:00 bis 16:00 Uhr können sich Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit über praktische Lesegeräte, elektronische Lupen und Braillezeilen informieren. Zusammen mit dem Team des Hilfsmittelherstellers BAUM Retec AG zeigt der Blinden- und Sehbehinderten-Verein (Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt e. V. Beratungsstelle Magdeburg, Hanns-Eisler-Platz 5, 39128 Magdeburg) Betroffenen, wie sie Ihre Lebensqualität mit einem Hilfsgeräte verbessern können. „Betroffene können sich aus erster Hand informieren und die Geräte des Hilfsmittelanbieters BAUM Retec unter die Lupe nehmen“, kündigt Herr Peters an.

Kontakt
Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt e. V.
Beratungsstelle Magdeburg
Bernd Peters
Adresse:
Hanns-Eisler-Platz 5
39128 Magdeburg
Telefon 03 91-2 89 62 31
Fax: 03 91-2 89 62 34
Email: magdeburg(at)bsvsa.org
Internet: http://www.bsv-sachsen-anhalt.de

oder beim Hilfsmittelanbieter

BAUM Retec AG
In der Au 22
D-69257 Wiesenbach

Telefon: 06223 4909-0
Fax: 06223 4909-399
E-Mail: info@baum.de
Internet: www.baum.de

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