Titel: Titelbild Infobroschüre des BSVSA e. V. - Beschreibung: Titelbild Infobroschüre des BSVSA e. V.
Eine Brille liegt halb aufgeklappt auf einem Buch
sehhilfen002.JPG

 

Wenn die Brille nicht mehr reicht…

 

Ratgeber für blinde und sehbehinderte
Menschen in Sachsen-Anhalt

 

 

 

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Impressum:

Wenn die Brille nicht mehr reicht - Ratgeber für blinde und sehbehinderte Menschen in Sachsen-Anhalt, Ausgabe 2013

Herausgeber:

Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt e. V. (BSVSA)

Hanns-Eisler-Platz 5

39128 Magdeburg

Tel.: 0391 / 2896239

Fax: 0391 / 2896234

E-Mail: info@bsvsa.org

Internet: www.bsvsa.org

Vorsitzende: Christel Pildner

Geschäftsführer: Wolfgang Bahn

Druck: Lippisches Blindenwerk GmbH

 

Fotonachweis:
Titelseite und Seiten 11, 12, 15, 16, 17, 20, 21, 22, 24
DBSV / A. Friese,
Seite 4, 24, 26 - BSVSA, Seite 22, 23 – DBSV / Rebele,

 

Spendenkonto:

Bank für Sozialwirtschaft Magdeburg

BLZ                  810 205 00

Konto-Nr.         74 19 201

 


 

 

 

 

 


Inhalt

Grußwort der Landesvorsitzenden des BSVSA Christel Pildner 4

Blinde und sehbehinderte Menschen in Sachsen-Anhalt 6

Der Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt e. V. 7

Struktur und Organe des Landesverbandes. 9

Nachteilsausgleiche für blinde und sehbehinderte Menschen. 9

Was bedeutet eigentlich Sehbehinderung?. 10

Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. 11

Patientenberatung. 12

Beratungsmobil „Blickpunkt Auge“ 13

Bücher, Zeitschriften und Filme zum Hören. 14

Weißer Stock und sprechender Computer 16

Die Sechs Punkte des Louis Braille. 17

Das Blindenschrift-Alphabet 19

Training für neuerblindete Menschen. 20

Torball, Kegeln und mehr 22

Tandemstützpunkt 24

Essen im Dunkeln. 25

Lewida GmbH gemeinnützige Gesellschaft 25

Aura-Pension „Brockenblick“ Wernigerode - Erholung im Harz. 26

Das Berufsförderungswerk für Blinde und Sehbehinderte in Halle  - das Kompetenzzentrum „Rund um das Sehen“ in den neuen Bundesländern. 27

Sozial- und Behindertenservice Sachsen-Anhalt gGmbH. 28

Das Landesbildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte „Hermann von Helmholtz“ Halle (Saale) (LBZ) 28

Wichtige Anschriften auf einen Blick: 30

 


 

Grußwort der Landesvorsitzenden des BSVSA Christel Pildner

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

 

Titel: Landesvorsitzende des BSVSA e. V. Christel Pildner - Beschreibung: Landesvorsitzende des BSVSA e. V. Christel Pildnerdiese Broschüre soll Ihnen im Umgang mit einer chronischen Augenerkrankung, bei der Bewältigung einer Sehbehinderung oder gar einer Erblindung helfen und Ihnen damit verbundene wichtige Informationen geben.

Wir möchten Ihnen die breite Palette unserer Angebote vorstellen.

Diese richten sich sowohl an selbst Betroffene als auch an Familienangehörige, Freunde und Bekannte.

 

Über unsere Selbsthilfeorganisation, den Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt, finden Sie Zugang zu Beratungsangeboten, zu Hilfsmitteln, zu Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten, zu Hilfen im Alltag,
oder - wenn erforderlich - auch zur beruflichen Rehabilitation.

 

Wir vermitteln weiter zu den Leistungen unserer Partner, darunter das Berufsförderungswerk für Blinde und Sehbehinderte in Halle und die Rechtsberatungsgesellschaft unseres Dachverbandes, des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV).

Die Rechtsberatungsgesellschaft für behinderte Menschen (RBM) unterstützt unsere Verbandsmitglieder bei Bedarf bei der Durchsetzung ihrer Rechtsansprüche im Sozialrecht.

 

Zugleich ist unser Verband auch politischer Interessenvertreter für Menschen mit Behinderungen, speziell für Augenpatienten, Sehbehinderte und Blinde.

Wir streiten gegenüber der Politik für die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Ganz im Sinne der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen, die in der Bundesrepublik Deutschland seit dem 26.03.2009 geltendes Recht ist, setzen wir uns für uneingeschränkte Teilhabe behinderter Menschen in allen Lebensbereichen ein.

Dies ist das Wesen der Inklusion, so der zentrale Begriff der Behindertenrechtskonvention.

 

Das Konzept der Inklusion bedeutet, dass es normal ist, verschieden zu sein. Dies schließt ein, dass die Gesellschaft die nötigen Vorkehrungen treffen muss, dass Menschen ungeachtet ihrer behinderungsbedingten Einschränkungen am Leben teilnehmen können.

Dazu gehört auch die Gewährung von Nachteilsausgleichen wie Blindengeld oder Pflegegeld.

 

Ebenso wichtig ist es, den zweiten zentralen Begriff der Behindertenrechtskonvention, die Barrierefreiheit, mit Inhalt zu erfüllen.

Barrierefreiheit bedeutet dabei nicht nur den Abbau baulicher Barrieren, etwa die Beseitigung von Stufen oder die Einrichtung von Aufzügen.

Dazu gehört ebenso die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von technischen Systemen aller Art, auch für blinde und sehbehinderte Menschen, von Verkehrsmitteln und von Informationsquellen und -geräten einschließlich Internet und mobilen Kommunikationshelfern wie Smartphones.

 

Weder Inklusion noch Barrierefreiheit setzen sich von selbst durch. Es bedarf ständiger politischer Arbeit und medialer Aufklärung, diese Ziele Schritt für Schritt auch gegen Widerstände voranzubringen.

Darin sieht unser Verband neben seiner Beratungstätigkeit und der Schaffung von Kommunikations-, Begegnungs- und Freizeitangeboten seine wesentliche Aufgabe.

Auch Sie können uns dabei helfen, wenn Sie sich uns anschließen und/oder unsere Arbeit unterstützen.

Selbsthilfe ist dann wirksam, wenn viele Betroffene, ihre Angehörigen und Freunde mitmachen und sich damit auch selbst helfen.

Ich lade Sie dazu ein!

 

 

 

Christel Pildner

 


 

Blinde und sehbehinderte Menschen in Sachsen-Anhalt

 

Ohne Augenlicht leben zu müssen, ist für die meisten sehenden Menschen eine schlimme Vorstellung. In unserer von der optischen Wahrnehmung dominierten Welt der Bilder und Zeichen bedeuten Blindheit oder starke Sehbehinderung weitgehenden Ausschluss aus entscheidenden Bereichen unseres modernen Lebens.

 

Das Schicksal einer erheblichen Sehbehinderung oder gar Erblindung kann dennoch jeden treffen, sei es durch Krankheit, Unfall oder im Alter.

 

Als „blind" müssen alle Menschen angesehen werden, deren Sehvermögen auf dem besseren Auge nur noch 2 % des normalen Sehens oder weniger beträgt. Das betrifft in Sachsen-Anhalt immerhin rund 4.500 Menschen, dazu kommen mehr als 10.000 erheblich Sehbehinderte, die noch über einen gewissen Sehrest verfügen, aber dennoch in ihren Möglichkeiten wesentlich eingeschränkt sind.

 

Nur jeder fünfte unter den Betroffenen ist bereits seit der Geburt bzw. seit dem Kinder- und Jugendalter sehbehindert oder blind. Die meisten ereilt dieses Schicksal erst im weiteren Verlauf des Lebens.

 

Je später jedoch die Sehbehinderung oder Erblindung eintritt, desto schwieriger ist es erfahrungsgemäß für die Betroffenen, sich mit ihrem Schicksal abzufinden und mit der Behinderung zu leben, vor allem, wenn die Sehverschlechterung plötzlich oder innerhalb kurzer Zeit eintritt.

 

Eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung des Lebens nach einer deutlichen Verschlechterung oder dem Verlust der Sehkraft spielt das persönliche Umfeld, insbesondere der Halt in Familie und Partnerschaft.

 

Leider wird bisher die Rehabilitation späterblindeter und altersblinder Menschen in Deutschland sehr stiefmütterlich behandelt und bleibt häufig der Eigeninitiative überlassen. Klar definierte Programme oder Spezialeinrichtungen dafür gibt es kaum, mit Ausnahme von Angeboten der beruflichen Rehabilitation bzw. Umschulung.

 

Einziger Ansprechpartner ist für viele dann der Blinden- und Sehbehinderten-Verband. Die Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe fordert deshalb nachdrücklich, allen Neuerblindeten einen Anspruch auf eine Rehabilitation zur Bewältigung des Alltags (RBA) zu gewähren, wenn sie es wünschen. Die Kosten einer solchen Grundrehabilitation müssten von den Krankenkassen übernommen werden.

 

Bestandteile einer solchen Rehabilitation müssen neben der psychosozialen Betreuung und Beratung das Erlernen von Lebenspraktischen Fähigkeiten (LPF) und von Techniken zur Orientierung und Sicherung eines Mindestmaßes an Mobilität (O&M) sein. Dazu gehören z. B. die Handhabung des Blinden-Langstocks, der Umgang mit Hilfsmitteln für den Alltag, mit optischen und sprechenden Lesehilfen sowie, wenn gewünscht, das Erlernen der Blindenschrift. Auch die Angehörigen müssen in Maßnahmen der RBA einbezogen werden.

 

Nur so ist es möglich, trotz der Behinderung ein weitgehend selbstbestimmtes und selbständiges Leben zu führen und sich dabei wohl zu fühlen.

 

Unsere regionalen Beratungsstellen helfen Ihnen gern, Ansprechpartner zu finden und zeigen Ihnen verfügbare Rehabilitationsangebote auf. Sie klären auch die  Finanzierungsfragen.

 

Der Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt e. V.

 

Seit rund 140 Jahren warten blinde und sehbehinderte Menschen nicht mehr nur auf die Hilfe des Staates und der öffentlichen Wohlfahrt, sondern schließen sich in Vereinen zusammen, um einander zu helfen, ihre Erfahrungen auszutauschen und aus der Isolation an die Öffentlichkeit zu treten. Es ist das Verdienst der Selbsthilfeorganisationen der blinden Menschen, Bildungs- und soziale Existenzmöglichkeiten für die Betroffenen erkämpft zu haben.

 

In Sachsen-Anhalt widmet sich der Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt e. V. diesen Aufgaben. Er wurde am 3. November 1990 als gemeinnütziger Selbsthilfeverband gegründet und zählt heute rund 1.200 Mitglieder. Der Verband ist Mitglied im Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. - Spitzenverband in der Bundesrepublik Deutschland - (DBSV) und im Paritätischen Wohlfahrtsverband, Landesverband Sachsen-Anhalt e. V.

 

Unsere Arbeit beruht weitgehend auf dem Engagement von ca. 200 ehrenamtlichen Mitarbeitern und Helfern, die selbst blind oder sehbehindert sind. Sie beraten und betreuen unsere Mitglieder in den rund 100 Selbsthilfegruppen des Verbandes in den Landkreisen und kreisfreien Städten im Land Sachsen-Anhalt.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen der Meinungs- und Gedankenaustausch sowie die Organisation von Begegnungen, Veranstaltungen und Ausflügen.

Unser Verband bietet allen ratsuchenden blinden und sehbehinderten Menschen sowie ihren Angehörigen auch professionelle Beratung und Hilfe. Er verfügt über vier regionale Beratungsstellen in Halle, Magdeburg, Dessau-Roßlau und Stendal.

Hier arbeiten erfahrene Mitarbeiter, einige davon sind selbst blind bzw. sehbehindert. Sie beraten über alle Fragen und Probleme, die mit Blindheit und Sehbehinderung in Zusammenhang stehen und helfen bei der Bewältigung von Schwierigkeiten mit Behörden und Sozialleistungsträgern. Falls gewünscht, kommen sie auch ins Haus.

 

Der Blinden- und Sehbehinderten-Verband finanziert seine Arbeit überwiegend aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Darüber hinaus fördern das Land Sachsen-Anhalt und einige Landkreise bzw. Städte die Arbeit unserer regionalen Beratungsstellen.

 

Das vorliegende Heft soll Ihnen helfen, sich über unsere Hilfs- und Beratungsangebote zu informieren. Es soll Menschen mit Sehschädigungen ermöglichen, Ansprechpartner zu finden und wieder Mut im Leben zu fassen.

 

Für Ihre Fragen, Anregungen und Wünsche steht Ihnen unsere Hotline unter der Rufnummer 01805 666 456 (0,14 €/Min. aus dem Festnetz, Mobilfunk maximal 0,42 €/Min) zur Verfügung. Rufen Sie uns bitte an.
Wir sind für Sie da.

 

Struktur und Organe des Landesverbandes

 

Ø  der Verbandstag;

Ø  der Verwaltungsrat;

Ø  der Landesvorstand;

Ø  4 Bezirksgruppen

Ø  Regional- und Selbsthilfegruppen

 

Wie Sie uns erreichen können, entnehmen Sie bitte dem Anschriftenverzeichnis am Ende dieses Heftes.

 

Nachteilsausgleiche für blinde und sehbehinderte Menschen

 

Sehbehinderte und blinde Menschen haben Anspruch auf soziale Nachteilsausgleiche nach dem IX. Buch des Sozialgesetzbuches sowie nach anderen Rechtsvorschriften:

 

Schwerbehindertenausweis

 

Als schwerbehindert werden sehbehinderte Menschen ab einem Sehvermögen von ca. 5/25 (1/5) auf dem besseren Auge anerkannt. Das entspricht einem Grad der Behinderung (GdB) von 50. Neuerdings spricht man von „Grad der Schädigung“ (GdS).

Der Schwerbehindertenausweis muss beim Landesverwaltungsamt, Referat Schwerbehindertenrecht/Versorgungsamt in Halle bzw. Magdeburg beantragt werden (Anschriftenübersicht am Schluss dieses Heftes).

Bei einem höheren Grad der Behinderung erhalten sehbehinderte Menschen weitere Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis:

 

„G“     =          Einschränkung der Bewegungsfähigkeit, unentgeltliche

Beförderung im öffentlichen Verkehr bei Zahlung einer Jahresgebühr von 72 Euro oder Befreiung von der Kfz-Steuer (gilt für Sehbehinderte ab GdB 70);

„RF“   =          ermäßigter Rundfunkbeitrag,

                        Sozialtarif bei der Telekom;

„B“     =          Notwendigkeit ständiger Begleitung, kostenlose

Beförderung einer Begleitperson im öffentlichen Personenverkehr

Als „hochgradig sehbehindert“ gilt, wessen Rest-Sehvermögen auf dem besseren Auge 1/20 und weniger reduziert ist. Der GdB beträgt dann 100, es wird außerdem das Merkzeichen „H“ (Hilflos) vergeben (unentgeltliche Beförderung ohne Pauschalgebühr, jährlicher Steuerfreibetrag von 3.700 Euro).

Blindheit liegt vor, wenn das Sehvermögen nur noch 1/50 (= 2%) oder weniger beträgt bzw. vergleichbare Schädigungen vorliegen, der GdB beträgt 100, zusätzlich wird das Merkzeichen „Bl“ (blind) im Ausweis eingetragen.

 

Kündigungsschutz und andere Nachteilsausgleiche

 

Nach dem IX. Buch des Sozialgesetzbuches darf Schwerbehinderten nur mit vorheriger Zustimmung des Integrationsamtes gekündigt werden. Ab einem GdB von 30 kann man sich auf Antrag von der Agentur für Arbeit gleichstellen lassen.

Schwerbehinderte haben Anspruch auf 5 Tage zusätzlichen Urlaub. Je nach GdB wird ein jährlicher Steuerfreibetrag gewährt. Ein um zwei Jahre früherer Eintritt in die Altersrente ist ohne Abschlag möglich.

 

Blindengeld / Blindenhilfe

 

Zum Ausgleich des blindheitsbedingten Mehraufwandes können blinde Menschen mit ständigem Wohnsitz in Sachsen-Anhalt beim Landesverwaltungsamt Landesblindengeld auf der Grundlage der Landesgesetzgebung beantragen.

 

Auch hochgradig sehbehinderte Menschen erhalten in Sachsen-Anhalt eine ihrer Behinderung entsprechende Leistung. Blindenhilfe wird nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) XII § 72 gewährt, wenn bestimmte Einkommens- und Vermögensgrenzen nicht überschritten werden.

 

Was bedeutet eigentlich Sehbehinderung?

 

Eine „Sehbehinderung“ entsteht durch ein wesentlich herabgesetztes Sehvermögen, das sich durch medizinische oder technische Maßnahmen nicht ausgleichen lässt. Während z. B. bei einer „normalen“ Kurz- oder Weitsichtigkeit die volle Sehkraft meist durch eine Brille wiederhergestellt werden kann, liegen bei einer Sehbehinderung irreparable Schädigungen des Sehorgans zugrunde.

 

Vielfältig wie die Ursachen sind die Formen von Sehbehinderung:

Die Sehschärfe (der „Visus“) ist herabgesetzt, man sieht alles blass oder verzerrt, das Gesichtsfeld ist eingeschränkt, man sieht z. B. wie durch ein kleines Loch, mancher ist nachtblind, stark blendempfindlich, farbenblind, usw.

 

Low-Vision-Rehabilitation ist nicht nur die Behandlung der eingetretenen Sehschwäche, sondern umfasst einen ganzen, in sich vernetzten Komplex von Maßnahmen, bei deren Realisierung Fachleute verschiedener Bereiche wie zum Beispiel Augenärzte, Optiker, Sozialarbeiter usw. eng zusammenarbeiten. Die Betroffenen sollen befähigt werden, mit der Nutzung des für sie am besten geeigneten Hilfsmittels ihr vorhandenes Sehvermögen optimal auszunutzen. Dabei kommt es auch darauf an, durch eine Anpassung der persönlichen Rahmenbedingungen und ein spezifisches Training ein bestmögliches Ergebnis für den Rehabilitanden zu erzielen. Eine Möglichkeit dafür bieten spezielle Low-Visions-Kliniken, die aber z. Z. in Deutschland noch sehr rar sind.

 

Um in der Öffentlichkeit auf die besonderen Probleme sehbehinderter Menschen aufmerksam zu machen, nutzt die Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe den 6. Juni, der seit 1999 zum nationalen Sehbehindertentag erklärt wurde.

 

Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung

Titel: Bild - Lupe vergrößert Text eines Buches - Beschreibung: Bild - Lupe vergrößert Text eines Buches

Die gesetzlichen Krankenkassen gewähren nach ärztlicher Verordnung auf Antrag Hilfsmittel zum Ausgleich der Behinderungsfolgen. In Frage kommen z. B. Brillen mit Spezialgläsern, Fernrohr- bzw. Lupenbrillen, Lupen, Monokulare, Bildschirmlesegeräte u. a.


 

Blindenlangstöcke und weiße Stützstöcke werden ebenfalls übernommen.

Titel: Bild - Frau stehend vor einem Straßenschild - Beschreibung: Bild - Frau stehend vor einem Straßenschild. Zur Vergrößerung hat sie ein Monocular in der linken HandWerden Betroffenen bestimmte Hilfsmittel wie Vorlesesysteme für blinde Menschen und Farberkennungsgeräte verweigert, kann Widerspruch eingelegt bzw. Klage beim Sozialgericht eingereicht werden, zumal einschlägige Urteile des Bundessozialgerichtes zugunsten  von Betroffenen vorliegen.

 

Unsere regionalen Beratungsstellen erteilen nähere Auskünfte und helfen Ihnen bei der Antragstellung.

 

Patientenberatung

 

Der Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt und sein Dachverband, der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), verstehen sich als Interessenvertreter für alle Patienten mit akuten und chronischen Augenerkrankungen, bieten unabhängige Patientenberatung für diesen Personenkreis an und vermitteln entsprechende Kontakte.

Seit Mai 2010 gibt es einen bundesweiten Beratungsdienst für Augenpatienten „Blickpunkt Auge – Rat und Hilfe bei Sehverlust“.

 

Er richtet sich besonders an Patienten mit folgenden Indikationen:

 

Ø  Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Ø  Grüner Star

Ø  Diabetische Retinopathie

Ø  Uveitis

Ø  Retinitis Pigmentosa

Ø  Netzhautablösung

Ø  Grauer Star

 

Blickpunkt Auge des DBSV (BPA) stellt spezielle Informationen für Betroffene mit z.B. Altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) bereit und setzt sich für die bundesweit einheitliche Behandlung sowie die uneingeschränkte Übernahme der Kosten durch die gesetzliche Krankenversicherung ein.

Im Internet finden Sie diese Informationen und viel mehr auf der Internetseite http://www.blickpunkt-auge.de .

 

Beratungsmobil „Blickpunkt Auge“

 

Titel: Grafik von Phil Hubbe - Beratungsmobil - Beschreibung: Grafik von Phil Hubbe - BeratungsmobilMit der Erweiterung der Aufgabenstellung des Verbandes, auch für Menschen mit chronischen Augenerkrankungen ein breites Beratungsangebot vorzuhalten und diese Klientel weiter zu beraten und zu fördern, war es  erforderlich, neue Wege zu gehen. Das steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung unseres Landes und die damit verbundene wachsende Mobilitätseinschränkung, gerade bei dieser Klientel, erfordert es, die Beratungsangebote vor Ort anzubieten.
Gerade im ländlichen Bereich ist der Bedarf durch die Abwanderung von nahen Verwandten und Bekannten gestiegen. Es wird für die Betroffenen immer schwieriger, Begleitungen zu finden, um an Informationen für die Bewältigung ihres Alltages zu gelangen.

Mit dem Projekt „Blickpunkt Auge“ wenden wir uns an Menschen mit Sehbeeinträchtigungen und ihre Angehörigen, unabhängig von der Erkrankung und dem aktuellen Sehvermögen des Betroffenen.

Damit auch Menschen in kleineren Orten eine Chance auf Beratung haben, fahren wir mit unserem Beratungsmobil in vorher festgelegten Routen quer durch Sachsen-Anhalt. An Bord befinden sich u. a. viele Informationsmaterialien, ein Bildschirmlesegerät, ein Vorlesegerät sowie viele
weitere Hilfsmittel und Verkehrsschutzmittel.


 

Wir informieren und beraten kostenlos zu verschiedensten Themen rund um die Augenerkrankung und das Leben mit einer Seheinschränkung wie z. B.:

 

Ø  optische und weitere Hilfsmittel,

Ø  Tipps und Hilfen für den Alltag mit einer Sehbeeinträchtigung,

Ø  rechtliche und finanzielle Ansprüche,

Ø  Rehabilitationstrainings (Orientierung und Mobilität, Lebenspraktische Fertigkeiten),

Ø  berufliche Rehabilitation und

Ø  Krankheitsbewältigung.

 

Die Tourtermine werden nicht nur bei den Augenärzten veröffentlicht, sondern auch den Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehmedien bekannt gegeben. Auch im Internet unter http://www.blickpunkt-auge.de finden Sie diese aktuellen Termine und viele weitere Informationen.

 

Bücher, Zeitschriften und Filme zum Hören

 

Für viele Blinde und Sehbehinderte ist es besonders schmerzlich, keinen Zugang mehr zu gedruckten Texten zu haben. Die wenigsten verfügen über einen „Vorleser“, der stets bereit ist, aus Zeitungen, Zeitschriften und Büchern vorzulesen.

Fernsehton und Hörfunk allein vermögen dieses Defizit nicht zu beheben, zumal die Wortbeiträge vergleichsweise dünn gesät sind.

Eine Möglichkeit der Abhilfe bietet der Bezug von Zeitschriften und Büchern, die als Audiodateien aufgesprochen und auf digitale Datenträger gespeichert wurden. Diese Datenträger, derzeit zumeist CD, gehen als Blindensendungen per Post auf die Reise und werden nach dem Anhören zurückgeschickt. CDs mit aufgelesenen Zeitschriften darf man zumeist behalten.

Im deutschen Sprachraum gibt es verschiedene Blindenhörbüchereien, die über mehrere Zehntausend gesprochene Bücher aus vielen literarischen Gebieten verfügen. Sie können, wenn Sie es wünschen, regelmäßig digitale Zeitschriften beziehen.

So gibt es u. a. den „Spiegel“, „Focus“, Auszüge aus „Test“ oder die „Zeit“ sowie spezielle Magazine für Blinde als gesprochene Version auf CD.

Titel: Bild - Blinde Frau zeigt ein Daisyabspielgerät - Beschreibung: Bild - Blinde Frau zeigt ein DaisyabspielgerätFür digitale Hörbücher und –zeitschriften wurde eigens das Format DAISY, „Digital Accessible Information System“ entwickelt. Es handelt sich um eine spezielle Adaption von MP3-Dateien, die es ermöglicht, in einem Audio-Buch zu „blättern“, von Kapitel zu Kapitel zu springen und weitere Funktionen zu nutzen. Dafür ist ein spezieller
DAISY-Player erforderlich. Über dessen Beschaffung und Finanzierung informieren Sie unsere Beratungsstellen gern. DAISY-Bücher und –zeitschriften können auch mit einem PC oder Notebook abgespielt werden, aber auch mit einfachen MP3-Spielern, in letzterem Fall allerdings ohne die zusätzlichen Funktionen.

Auch der Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt e.V. gibt für seine Mitglieder eine Hörzeitschrift heraus, die sowohl über blindenspezifische als auch über aktuelle politische und kulturelle Themen informiert. Das „Sachsen-Anhalt-Magazin“ ist ein landesweites Hörmagazin im DAISY-Format, das monatlich erscheint. Es enthält eigene Regionalteile und Sonderbeilagen, etwa die Zeitschrift „Bleib gesund“ der AOK Sachsen-Anhalt und die Zeitschrift „normal!“ des Landesbehindertenbeirates.

Über diese und viele andere Medien-Angebote für blinde und sehbehinderte Menschen können sich Interessenten in unseren regionalen
Beratungsstellen informieren.

Oder Sie wenden sich an die nächste Blinden-Hörbücherei zum Beispiel über http://www.medibus.info .

 

Filme für Blinde? Filme ohne Bilder? Das ist Alltag für blinde und sehbehinderte Menschen. 80% von ihnen nutzen das Fernsehen als vorrangiges Informations- und Unterhaltungsmedium. Bei Spielfilmen ist es für sie oft schwierig, der Handlung zu folgen. Dann sind Hinweise notwendig, die erklären, was im Bild vor sich geht.

Ein Hörfilm ist ein Film mit zusätzlichen akustischen Bildbeschreibungen. In den Dialogpausen vermitteln knappe Erläuterungen die visuellen Elemente einer Szene.

Diese Technik wird Audiodeskription genannt. Sie eröffnet Blinden und Sehbehinderten einen direkten Zugang zu Film und Fernsehen.

Aktuelle Informationen über Audiodeskriptionsfilme können sie über die ARD-Videotexttafel 397 (ARD und ARTE) sowie auf der
ZDF-Videotexttafel 775 (ZDF, 3SAT und ARTE) abrufen.

Informationen über Hörfilme können sie unter Tel.: (089) 5 59 88-288
sowie beim Hörfilminfoservice des DBSV unter Tel.: (030) 21 99 77 11 anhören.

Auch im Internet finden Sie diese Informationen unter. www.hoerfilm.de

 

Weißer Stock und sprechender Computer

 

Titel: Bild - Taststöcke - Beschreibung: Bild - TaststöckeTitel: Bild - Blindenabzeichen als Anstecker - Beschreibung: Bild - Blindenabzeichen als AnsteckerSeit in den 1930er Jahren ein adliges Pariser Fräulein Blinde damit ausrüstete, ist der weiße Stock, den es in vielen Formen und Variationen gibt, zum bekanntesten Blindenhilfsmittel geworden. Doch die Palette an nützlichen und hilfreichen Gegenständen ist heute weitaus größer.

Titel: Bild - Armbinde gelb mit drei schwarzen Punkten - Beschreibung: Bild - Armbinde gelb mit drei schwarzen Punkten

 

 

 

 

 

 

Dazu gehören neben den Verkehrsschutzzeichen, Tafeln und Maschinen zum Herstellen von Blindenschrift, für blinde Menschen adaptierte Messgeräte und mechanische Uhren, Spielzeuge, Karten und Gesellschaftsspiele, allerlei Lupen und optische Hilfen.

 

Immer beliebter werden „sprechende“ Hilfsmittel, also z. B. Quarzuhren, Taschenrechner, Personen- und Küchenwaagen mit einer synthetischen Sprachausgabe. Inzwischen gibt es bereits sprechende Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte, Fieberthermometer, Funk-Radiowecker und Farberkennungsgeräte mit synthetischer Sprache.

Blinde Menschen können sich gedruckten Text von „Lesegeräten“ vorlesen lassen. Das sind Computer mit Scanner, Texterkennungs- und Sprachsoftware, die Texte gut verständlich wiedergeben können. Solche Geräte, die blinde Menschen unabhängiger von „menschlichen“ Vorlesern machen, sind relativ kostspielig, werden aber in der Regel von den Krankenkassen als sogenannte „Lese-Sprech-Geräte“ bezahlt, ebenso wie vergrößernde Bildschirm-Lesegeräte für stark sehbehinderte Menschen.

Unsere regionalen Beratungsstellen geben bei Bedarf gern Auskunft, wo und wie Sie welche Hilfsmittel erhalten können und wer für die Kosten aufkommt.

 

Titel: Bild - Arbeiten an einer Braillezeile - Beschreibung: Bild - Arbeiten an einer BraillezeileInzwischen ist auch das Internet für blinde und sehbehinderte Menschen sehr gut erreichbar und benutzbar. Für viele Betroffene ist das Internet unverzichtbarer Bestandteil ihres Lebens und wichtigste Informationsquelle. Sogenannte „Screenreader“ machen es möglich. Dies sind spezielle Software-Lösungen, die in Kombination mit künstlicher Sprache und/oder Braille-Displays, den PC-Bildschirminhalt vorlesen und bedienbar machen. Sie ermöglichen die Benutzung von Standard-Software, etwa Textverarbeitungs- und Mailprogramme und Internet-Browser. Sehbehinderte können auf  Programme zurückgreifen, die die Bildschirminhalte stark vergrößert darstellen.

Unsere Beratungsstellen geben dazu gern Auskunft.

 

Die Sechs Punkte des Louis Braille

Titel: Bild - Portraitzeichnung von Louis Braille - Beschreibung: Bild - Portraitzeichnung von Louis Braille

Louis Braille (1809 – 1852), der Blindenlehrer aus Paris, hat den internationalen Siegeszug seiner tastbaren Blindenschrift nicht mehr selbst erlebt, er starb früh an Tuberkulose. Er war als Kind durch mehrere Unfälle vollständig erblindet und widmete sein ganzes späteres Leben der Blindenbildung.

Auch heute noch ist die Brailleschrift für viele Blinde unentbehrlich.

 

Blinde Kinder und Jugendliche, aber auch erwachsene Neuerblindete lernen in der Schule oder während ihrer Umschulung, wie die Zeichen der Blindenschrift aus maximal sechs erhabenen Punkten (ähnlich der „Sechs“ beim Spielwürfel) gebildet und ertastet werden.

Für blinde Menschen gibt es neben der klassischen sogenannten "Vollschrift", sie entspricht dem üblichen Alphabet, eine Kurzschrift, eine Mathematikschrift, Notenschrift und inzwischen auch Computer-Braille mit acht statt sechs Punkten. Ein Nachteil der Blindenschrift ist, dass sie festes Papier benötigt und relativ viel Platz beansprucht, so dass der „Duden“ in Blindenschrift ca. 17 voluminöse Bände umfasst, die Bibel sogar mehr als 30.

Während Kinder und Jugendliche die Blindenschrift meist schnell und fließend erlernen, ist das für ältere späterblindete Menschen jedoch schwierig. Ihnen bleiben daher häufig nur die „sprechenden“ Hilfsmittel, z. B. kleine Diktiergeräte zur Aufzeichnung von Sprachnotizen als Alternative. Dennoch versucht der Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt e. V. auch diesem Personenkreis zumindest die „Vollschrift“ zu erschließen, und sei es nur, damit der Betroffene Gegenstände beschriften oder kleinere Notizen machen kann.

 

Die Blindenschrift-Zeichen werden aus einem Raster von 6 Punkten gebildet. Diese Punkte werden von 1 bis 6 durchnummeriert. Die Punkte 1 bis 3 stehen auf der linken Seite und die Punkte 4 bis 6 auf der rechten Seite; jeweils übereinander.

Das Alphabet ist in mehrere „Gruppen“ aufgeteilt, die aus jeweils zehn Zeichen (auch Formen genannt) bestehen. Zusätzlich gibt es Zahlzeichen und vereinfachte Zeichen für häufig vorkommende Buchstabenkombinationen, sowie Satzzeichen.

 

Da fast alle Buchstaben und Zeichen durch Variation der ersten Reihe von zehn Buchstaben gebildet werden, vereinfacht sich das Erlernen neuer Buchstaben. Aus historischen Gründen steht das „w“ in der Blindenschrift außer der Reihe hinter den Umlauten.

 

Das Blindenschrift-Alphabet

Zeichen der Gruppe 1

 

Zeichen der Gruppe 2

 

Zeichen der Gruppe 3

 

Zeichen der Gruppe 4

 

Zeichen der Gruppe 5

 

Zahlenbeispiele

 

Training für neuerblindete Menschen

 

Als blinder Mensch zu leben, will gelernt sein. Wer als Blinder eine bestimmte Selbständigkeit bewahren oder wiedererlangen will, kann an einem speziellen Training für Orientierung und Mobilität teilnehmen.

Die Kosten dafür tragen nach ärztlicher Verordnung die Krankenkassen. Ein derartiges Training wird von einem ausgebildeten Orientierungs- und Mobilitätslehrer vorwiegend im Einzelunterricht am Wohnort des Blinden durchgeführt (in der Regel über ca. 60 Stunden). Die blinden Menschen lernen, sich in Räumlichkeiten und im Straßenverkehr zu orientieren und sich mit dem weißen Langstock selbständig zu bewegen. Sie erkunden die Wege, die von ihnen häufig benutzt werden, prägen sich markante Einzelheiten ein und suchen sich „Leitlinien“. Auch einige Blindeneinrichtungen bieten Kurse für Orientierung und Mobilität an.

Titel: Bild - Mobilitätstraining - Beschreibung: Bild - MobilitätstrainingSelbst für den geübten „Langstockgeher“ wird der Weg nicht selten zur Hindernisbahn. Auf Gehwegen parkende Autos, Aufsteller von Geschäften oder herumliegender Sperrmüll machen blinden Menschen das Leben schwer. Auch  Radfahrer, die den Gehweg benutzen, irritieren blinde Menschen, erschrecken und verwirren sie.

Am gefährlichsten sind jedoch schlecht gesicherte oder gar nur mit Flatterleinen abgesperrte Baustellen. So mancher blinde Mensch landete schon unsanft in einer Baugrube und verletzte sich böse. Daher die Bitte des Blinden- und Sehbehinderten-Verbandes an die sehenden Menschen:

 

 

Bitte nehmen Sie Rücksicht auf blinde und sehbehinderte Menschen, halten Sie die Gehwege frei und sichern Sie Baustellen mit massiven Absperrungen!

Blinde und andere behinderte Menschen werden Ihnen dankbar sein!

 

Auch die sogenannten „lebenspraktischen Fähigkeiten“ für den Alltag wollen geübt sein. Dazu gehören blindenspezifische Techniken des täglichen Lebens, von der Esseneinnahme und -zubereitung, Körper- und Wäschepflege bis zum Umgang mit gebräuchlichen Blindenhilfsmitteln. Diese Fähigkeiten sind besonders wichtig für die Integration und Rehabilitation der späterblindeten und altersblinden Menschen. Doch für diese Kurse trägt die Krankenkasse die Kosten leider nicht, so dass sie der Betroffene selbst finanzieren muss.

 

Übrigens: Viele Kommunen, nicht nur in Sachsen-Anhalt, helfen den blinden und sehbehinderten Menschen durch das Anbringen von Zusatzeinrichtungen für Blinde an wichtigen Ampelübergängen, die die Grünphase durch Pieptöne anzeigen. Den Ampelmast finden blinde Menschen mit einem akustischen Auffindesignal, ein charakteristisches Tackgeräusch.

Vielleicht sind Ihnen auch schon auf Bahnhöfen oder an Haltestellen Blindenleitstreifen und Aufmerksamkeitsfelder aufgefallen, die aus Rippenplatten oder Noppenstrukturen bestehen. Auch diese helfen blinden Menschen bei der Orientierung und sollten noch größere Verbreitung finden.

 

Titel: Bild - Aufmerksamkeitsfeld vor einer Treppe - Beschreibung: Bild - Aufmerksamkeitsfeld vor einer TreppeTitel: Bild - Leitsystem am Bahnsteig - Beschreibung: Bild - Leitsystem am BahnsteigFür den einen oder anderen Betroffenen gibt es noch eine Alternative, ein selbständiges mobiles Leben zu führen - den Blindenführhund -. Dieser treue, gut ausgebildete Begleiter leitet den Blinden sicher und geschickt, führt ihn auf allen für ihn wichtigen Wegen und hält ihn stets in Bewegung. Und an Gesprächsstoff und neugierigen Fragen mangelt es auch nie.

 

Bild - Führhund in ArbeitBlindenführhunde werden nach ärztlicher Verordnung von den Krankenkassen finanziert. Sie zahlen auch eine monatliche Pauschale zum Unterhalt. Die Hunde, früher meist Schäferhunde, heute eher Labradors, werden in spezialisierten Führhundschulen ausgebildet und dann sorgfältig auf ihren künftigen „Partner“, den Blinden, eingestellt.

 

Näheres können Sie in unseren regionalen Beratungsstellen und von unserem Arbeitskreis für Blindenführhundhalter erfahren.

 

 

Torball, Kegeln und mehr

Sport und Spiel für Blinde und Sehbehinderte

 

Titel: Bild - Torballmannschaft im Spiel - Beschreibung: Bild - Torballmannschaft im SpielWer meint, blinde und sehbehinderte Menschen seien gezwungen, meist unbeweglich in ihren vier Wänden zu sitzen, irrt gewaltig.

Auch für diesen Personenkreis gibt es Möglichkeiten, sich gemeinsam mit anderen sportlich zu betätigen. Gemeint sind damit nicht etwa Leistungssportler, die in bestimmten Sportarten bei den Paralympics glänzen, sondern Sportarten wie Torball, Kegeln und neuerdings sogar Blindenfußball.

Wer einen sehenden Partner oder Begleiter hat und gern Rad fährt, sollte über die Anschaffung eines Tandems nachdenken.

In der eigenen Wohnung kann man als Blinder gut etwas für seine Fitness tun, wenn man regelmäßig einen Fahrrad-Hometrainer oder einen Cross-Trainer nutzt.

 

In einigen Städten in Sachsen-Anhalt, so in Magdeburg, Halle und Bitterfeld-Wolfen, gibt es Vereine, wo sich blinde und sehbehinderte Freizeitsportler zum Torball und zum Kegeln treffen. Sie nehmen aber auch regelmäßig an regionalen und überregionalen Wettkämpfen teil und fahren dazu sogar ins Ausland.

 

Torball ist eine Mannschaftssportart. Jeweils drei Spieler müssen einen akustisch wahrnehmbaren Ball nach bestimmten Regeln über die Torlinie der gegnerischen Mannschaft werfen. Gespielt wird in einer halb liegenden Position über 2 x 5 Minuten. Das Feld ist 16 x 7 Meter groß und mit Klingelschnüren bespannt, die Ball- und Spielerberührungen akustisch wahrnehmbar machen.

 

Blindenfußball gibt es in Deutschland erst seit 2006. Er wird gern von jüngeren Blinden und Sehbehinderten gespielt, z. B. an Blindenschulen und

Titel: Bild - Blindenfußball - Beschreibung: Bild - Blindenfußball-einrichtungen. Seit 2008 gibt es sogar eine Bundesliga.

 

Die Mannschaften mit je 5 Spielern spielen mit einem akustisch wahrnehmbaren Ball auf das gegnerische Tor. Sie werden von „Guides“ und dem Trainer durch Zurufe dirigiert. Die Torhüter sind sehend. Das Spielfeld misst 40 x 20 Meter, gespielt werden zwei Halbzeiten von je 25 Minuten.

 

Klassische Sportarten, die auch für blinde und sehbehinderte Menschen geeignet sind und bei denen es mehr auf „Köpfchen“ ankommt, sind dagegen Schach und Skat. Auch in diesen Disziplinen werden bundesweite Wettkämpfe ausgetragen.

 

Unsere regionalen Beratungsstellen vermitteln Ihnen gern Kontakte für sportliche Betätigung.

 


 

Wer es ruhiger angehen will, kann aber auch auf zahlreiche Brett-, Karten- und Gesellschaftsspiele zurückgreifen, die in für Blinde adaptierter Form bei den Hilfsmittelanbietern erhältlich sind.

Titel: Bild - Blinde spielen Domino - Beschreibung: Bild - Blinde spielen DominoTitel: Bild - Blinde Menschen spielen ein Brettspiel - Beschreibung: Bild - Blinde Menschen spielen ein Brettspiel

 

 

 

 

Tandemstützpunkt

 

Einmalig in Deutschland ist ein Tandemstützpunkt, der von den Mitarbeitern unserer Bezirksgruppe Sachsen-Anhalt Nord in Stendal aufgebaut wurde.

Jederzeit können sich dort
Blinde- und Sehbehinderte zusammen mit sehenden Partnern ein Tandem ausleihen.
Ausgestattet mit Fahrradhelm und Warnweste kann man auf dem Rad Stendal und Umgebung erkunden.

Ob Tagestour oder ein Wochenende, ob zu zweit oder als Gruppe – die Stendaler Mitarbeiter helfen bei der Organisation und Durchführung einer ganz privaten Tandemtour. Interessenten können sich über das Angebot direkt in Stendal informieren. Die Kontaktdaten finden Sie am Ende dieser Broschüre.

 

Essen im Dunkeln

 

Ein ganz besonderes Angebot der Bezirksgruppe Nord des Blinden- und Sehbehinderten-Verbandes richtet sich an die sehenden Mitbürger.

Mit der Veranstaltungsreihe „Essen im Dunkeln“ wird versucht, die Welt der Blinden für die Sehenden etwas verständlicher zu machen.

Das „Essen im Dunkeln“ ist aber nicht nur ein informatives Angebot an sehende Menschen, sich über die alltäglichen Probleme blinder und sehbehinderter Mitbürger zu informieren. Es ist auch ein unterhaltsames und aufregendes Erlebnis, das man mit Freunden und Bekannten teilen kann. Informationen zu diesem auch kulinarischen Genuss in völliger Dunkelheit gibt es direkt in der Beratungsstelle Stendal.

 

Lewida GmbH gemeinnützige Gesellschaft

 

Die Gesellschafter der Lewida GmbH, der Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e. V. und der Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt e. V., haben sich als gemeinsame Zielsetzung vorgenommen, alle Kräfte zu mobilisieren, um für die älteren und behinderten Menschen ein Maximum an Lebensqualität zu erreichen.
Wir bieten die Betreuung und Pflege von Senioren in den Wohnparks
„Albert Schweitzer“ in Magdeburg, „Sonnenhof“ in Dolle, „Lindenhof“ in Calbe/Saale, „Zur Heide“ in Lostau bei Magdeburg und „Am Camps“ in Havelberg, sowie ambulante Dienste in Magdeburg und Halle.

 

Zu diesen Einrichtungen gehören jeweils ein Seniorenpflegeheim sowie Wohnungen für betreutes Wohnen. Jeder Bewohner kann dort sein gewohntes unabhängiges Leben weiterführen, bei Bedarf jedoch Hauswirtschaftshilfe oder häusliche Pflege in Anspruch nehmen.

 

Jedem Wohnpark angegliedert sind sogenannte Duft- und Tastgärten. Hier wurden Hochbeete mit Kräutern und duftenden Blumen angelegt, die es den blinden und sehbehinderten Besuchern ermöglichen, die Pflanzen zu ertasten und zu riechen. Zur Orientierung wurden entlang der Wege Handläufe angebracht, damit der Garten auch von blinden Besuchern ohne Begleitung genutzt werden kann. Erläuterungen zu den Pflanzen gibt es auf Tafeln in Schwarzschrift und Punktschrift.

 

Aura-Pension „Brockenblick“ Wernigerode - Erholung im Harz

 

Bild - Ansicht Aurapension Brockenblick in WernigerodeDie Aura-Pension „Brocken-blick“ in Wernigerode ist eine weitere Einrichtung der Lewida GmbH. Die älteste  Blindeneinrichtung Deutschlands, die 1916 gegründet wurde, wurde komplett saniert. Es stehen 20 Betten in 8 Einzel- und 6 Doppelzimmern zur Verfügung. Weiterhin gehört zur Pension auf einem benachbarten Grundstück Am Großen Bleek das sogenannte „Gartenhaus“, in dem sich weitere 5 Doppelappartements und ein Einzelappartement jeweils mit einer Pantry-Küche befinden.

Umrahmt von Wäldern und Bergen des „Nationalparks Harz“ bietet sie heute allen Wanderfreunden zu jeder Jahreszeit vielfältige Ausflugsmöglichkeiten.

Nähere Einzelheiten zur  Zimmerausstattung, zu den Preisen usw. erfragen Sie bitte direkt in der Aura-Pension „Brockenblick“ in Wernigerode oder in den regionalen Beratungsstellen unseres Verbandes.

 

Weitere Aura-Hotels und -Pensionen, in denen typische Leistungen für blinde und sehbehinderte Menschen angeboten werden, gibt es in Boltenhagen (Ostsee), Bad Meinberg (Westfalen/Lippe), Rochsburg (Sachsen),  Saulgrub (Oberbayern) und Timmendorfer Strand (Ostsee). Informationen hierzu erhalten Sie in unseren regionalen Beratungsstellen.



Das Berufsförderungswerk für Blinde und Sehbehinderte in Halle
- das Kompetenzzentrum „Rund um das Sehen“ in den
neuen Bundesländern

 

Blinde und sehbehinderte Menschen können nach entsprechender Schulung ganze Arbeit leisten. Dabei muss eine berufliche Neuorientierung nicht immer in Betracht gezogen werden. Oftmals kann mit Hilfsmitteln und einer geringfügigen Modifikation des Arbeitsplatzes dieser erhalten werden – so stehen blinden und sehbehinderten Menschen heute mehr berufliche Perspektiven offen, als man gemeinhin glaubt.

Experten des Berufsförderungswerkes beraten Sie gern. So kann zum Beispiel abgeklärt werden, wie hoch Ihre berufliche Belastungsfähigkeit ist oder welche Hilfsmittel für Sie die richtigen sind. Natürlich können Sie Sich auch ganz individuell ausbilden lassen. So lernen Sie Ihr Hilfsmittel am besten kennen und können genau die Fragen stellen, die für Ihren Arbeitsplatz von Interesse sind.

Wenn eine Rückkehr in das bisherige Berufsfeld nicht möglich ist, bietet sich die Umschulung in einen neuen Beruf an. Der zuständige Rehabilitationsträger (Arbeitsverwaltung, Rentenversicherungsträger, Berufsgenossenschaft) übernimmt die Kosten.

Das Ausbildungsprogramm umfasst z. Z. folgende Lehrgänge:

 

Ø  Informatikkaufmann/-frau

Ø  Bürokaufmann/-frau

Ø  Büropraktiker/-in

Ø  Fachkraft für Telekommunikation

Ø  Fachkraft für Textverarbeitung

Ø  (auch mit der Spezialisierung med. Berichtsassistenz)

Ø  Verwaltungsfachangestellte

Ø  Bürofachkraft

Ø  Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste Fachrichtung Medizinische Dokumentation

Ø  Technischer Hauswart

Ø  Medizinische Schreibkraft

Ø  Diverse Trainings

 

Das Berufsförderungswerk ist ein modernes Dienstleistungsunternehmen der beruflichen Rehabilitation. Alle notwendigen Kompetenzen, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten werden behindertengerecht, einzelfallbezogen und handlungsorientiert vermittelt.

Für alle, die nicht jeden Tag nach Hause fahren können, bietet ein Wohnheim Platz für 128 Teilnehmer in modern eingerichteten Einzelzimmern mit TV- und Internetanschluss. Alleinerziehenden mit Kind oder Ehepaaren stehen Zweibettzimmer zur Verfügung.

 

Der Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt e. V. ist neben den Rentenversicherungsträgern Deutsche Rentenversicherung Bund und Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland sowie der Stadt Halle größter Einzelgesellschafter in der Berufsförderungswerk Halle (Saale) gGmbH.

 

Sozial- und Behindertenservice Sachsen-Anhalt gGmbH

Die Gesellschaft wurde 2003 gegründet. Der BSVSA ist alleiniger Gesellschafter. Die Gesellschaft hält ein breit gefächertes Angebot an Beratung, Betreuung und sozialen Kontakten bereit. Dies wird realisiert zum Beispiel durch einen Mobil- und Reiseservice, Servicewohnanlage und Begegnungsstätten für ältere und behinderte Menschen, betreutes Wohnen für desintegrierte Menschen, eine Wärmestube mit Mittagstisch und Betreuung für sozial benachteiligte Menschen.

Das Landesbildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte
„Hermann von Helmholtz“ Halle (Saale) (LBZ)

 

Eingebettet in eine 100jährige Tradition der Blindenbildung in Halle an der Saale erfolgte 1954 die Umgestaltung der Blindenschule in eine Bildungseinrichtung für sehschwache Schüler, die im Jahre 1964 den Namen „Hermann von Helmholtz“ erhielt. Bedingt durch die gesellschaftlichen Veränderungen lernen seit 1992 blinde und sehbehinderte Schülerinnen und Schüler gemeinsam.

 

Aufgrund eines sonderpädagogischen Gutachtens erfolgt die Ein- bzw. Umschulung in die Blinden- und Sehbehindertenschule. In Klassen mit geringen Schülerzahlen können die Abschlüsse der Realschule, Hauptschule und Schule für Lernbehinderte erworben werden. Neben einer speziellen Unterrichtsmethode mit individuellen Fördermaßnahmen erleichtern besondere Hilfsmittel und Anschauungsmaterialien den Wissenserwerb und das Erlernen von Kompensationsmöglichkeiten.

Die Schülerinnen und Schüler des LBZ wohnen seit einigen Jahren im Schülerwohnheim für Hörgeschädigte. In diesem Wohnheim sind körperbehinderte, hörgeschädigte und blinde und sehbehinderte Kinder untergebracht. Sie finden hier auch interessante Freizeitangebote.

 

Weitere Bildungseinrichtungen für blinde und sehbehinderte Schüler gibt es in Sachsen-Anhalt:

 

Ø  im Landesbildungszentrum Tangerhütte für den nördlichen Landesteil mit einer Abteilung für blinde und sehbehinderte Schüler
sowie

Ø  im Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte Halberstadt Abteilung für Taubblinde. Hier werden Blinde und Sehbehinderte mit zusätzlichen Hörschädigungen beschult.

 

 


 

Wichtige Anschriften auf einen Blick:

 

Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt e. V.

 

Geschäftsstelle                                  Beratungsstelle Magdeburg

Hanns-Eisler-Platz 5                          Hanns-Eisler-Platz 5

39128 Magdeburg                             39128 Magdeburg

Tel.:     0391 / 28 96 239                    Tel.:     0391 / 28 96 231

Fax:     0391 / 28 96 234                    Fax:     0391 / 28 96 234

E-Mail: info@bsvsa.org                     E-Mail: magdeburg@bsvsa.org

Internet www.bsvsa.org

 

 

Beratungsstelle Halle                         Beratungsstelle Stendal

Bugenhagenstr. 30                            Bismarckstr. 20

06110 Halle                                        39576  Stendal

Tel.:     0345 / 444 11 44                    Tel.:     03931 / 71 30 19

Fax:     0345 / 444 11 47                    Fax:     03931 / 21 01 94

E-Mail: halle@bsvsa.org                    E-Mail: stendal@bsvsa.org

 

 

Beratungsstelle Dessau-Roßlau

Parkstr. 5

06846 Dessau-Roßlau

Tel. und Fax: 0340 / 23 01 066

E-Mail: dessau@bsvsa.org

 

 

 

Lewida GmbH – Leben wie daheim

Johannes-R.-Becher-Str. 41

39128 Magdeburg

Tel.:     0391 / 2 89 62 0

Fax:    0391 / 2 89 62 56

E-Mail: info@lewida.de

Internet: www.lewida.de


 

 

 

Wohnpark „Albert Schweitzer“

Joh.-R.-Becher-Str. 41

39128 Magdeburg

Tel.:   0391 / 28962-0

Fax:   0391 / 2896256

E-Mail: wpas@lewida.de

 

 

 

Wohnpark „Sonnenhof“

OT Dolle

Kastanienstr. 29

39517 Burgstall

Tel.:     039364 / 93 502

Fax:     039364 / 93 501

E-Mail: wps@lewida.de

 

Wohnpark „Lindenhof“

Große Mühlenbreite 1a

39240 Calbe

Tel.:   039291 / 46990

Fax:   039291 / 469921

E-Mail: wpl@lewida.de

Wohnpark „Zur Heide“

OT Lostau

Kleines Dorf 18

39291 Möser

Tel.: 039222 / 68520

Fax: 030222 / 685201

E-Mail: wpzh@lewida.de

 

 

Wohnpark „Am Camps“

Am Camps 8

39539 Havelberg

Fax 039387-5 98 55 9

Tel.: 039387 / 59850

E-Mail: wpac@lewida.de

 

 

Aura-Pension „Brockenblick“

Amelungsweg 8

38855 Wernigerode

Tel.:     03943 / 26 21 0

Fax:     03943 / 26 21 26

E-Mail: info@aurapension.de

Internet: www.aurapension.de

 

 

Sozial- und Behindertenservice Sachsen-Anhalt gGmbH

Burgstr. 38

06749 Bitterfeld-Wolfen

Tel.:     03493 / 25062

Fax:     03493 / 43024

E-Mail: sobsg@t-online.de

Internet: www.sobs-btf.de

 


 

 

 

Deutscher Blinden- und Sehbehinderten-Verband e.V.

Rungestr. 19

10179 Berlin

Tel.      030 / 28 53 87-0

Fax:     030 / 28 53 87 20

E-Mail:            info@dbsv.org

Internet: www.dbsv.org

 

 

Der PARITÄTISCHE Sachsen-Anhalt e. V.

Wiener Str. 2

39112 Magdeburg

Tel.:     0391 / 6293 333

Fax:     0391 / 6293 555

E-Mail:            info@paritaet-lsa.de

Internet: www.paritaet-lsa.de

 

 

Berufsförderungswerk Halle (Saale) gGmbH

Bugenhagenstraße 30

06110  Halle

Tel:      0345 / 13 34 0

Fax:     0345 / 13 34 333

E-Mail:            info@bfw-halle.de

Internet: www.bfw-halle.de

 

 

Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig

Gustav-Adolf-Str. 7

04105 Leipzig

Tel.:     0341 / 71 13 0

Fax:     0341 / 71 13 125

E-Mail:            info@dzb.de

Internet: www.dzb.de


 

 

 

Landesbildungszentrum für blinde und sehbehinderte Kinder

Oebisfelder Weg 2

06124 Halle

Tel.:     0345 / 444 69 60

E-Mail: lbz-bliseh-halle@t-online.de

Internet: www.sos-helmholtz.bildung-lsa.de

 

Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte

Schule für Taubblinde

Westerhäuser Str. 40

38820 Halberstadt

Tel.:     03941 / 678 - 711

Fax:     03941 / 678 – 725

E-Mail: info@hoerbehinderte-lbz-hbs.de

Internet: www.hoerbehinderte-lbz-hbs.de

 

Landesbildungszentrum Tangerhütte
Birkholzer Chaussee 6
39517 Tangerhütte
Tel.:     03935 943 – 0
Fax:     03935 943 - 200
E-Mail :
info@Landesbildungszentrum-Tangerhuette.de
Internet: www.landesbildungszentrum-tangerhuette.de

 

Deutscher Hilfsmittelvertrieb gGmbH (DHV)

Bleekstr. 26

30559 Hannover

Tel.:     0511 / 95 46 50

Fax:     0511 / 95 465- 80/85

E-Mail:            info@deutscherhilfsmittelvertrieb.de

Internet: www.deutscherhilfsmittelvertrieb.de

 


 

 

 

Landeshilfsmittelzentrum für Blinde und Sehbehinderte Sachsen

Louis-Braille-Str. 6

01099 Dresden

Tel:      0351 / 8 09 06 24

Fax:     0351 / 8 09 06 27

E-Mail:            lhz@bsv-sachsen.de

Internet: www.lhz-sachsen.de

 

 

Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt

Internet: www.lvwa.sachsen-anhalt.de

 

 

Ref. Versorgungsamt, Schwerbehindertenrecht Magdeburg

Olvenstedter Str. 1-2

39108 Magdeburg

Tel.:      0391 / 56702

Fax:     0391 / 5672696

 

Ref. Versorgungsamt, Schwerbehindertenrecht Halle

Maxim-Gorki-Str. 7

06114 Halle (Saale)

Tel.:      0345 / 514-0

Fax.:    0345 / 514-3120

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rat und Hilfe

erhalten blinde und sehbehinderte Menschen

unter der bundesweiten Rufnummer

 

 

*01805 – 666 456

*0,14 €/Min. aus dem Festnetz, Mobilfunk maximal 0,42 €/Min

 

 

Über diese Rufnummer werden Sie mit der nächstgelegenen Beratungsstelle des Blinden- und Sehbehinderten-Verbandes Sachsen-Anhalt e. V. verbunden.